Lob für die Finalstadt Göttingen

(04.12.2009) Göttingen hat den Städtewettbewerb Mission Olympic des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) und Coca-Cola zwar nicht gewonnen, trotzdem waren die Verantwortlichen nach der Bekanntgabe des Siegers Lübbenau zufrieden – mit der eigenen Leistung und dem Engagement der Göttinger Bürger.

Heike Kollros
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Jetzt liegt der offizielle Jurykommentar vor, der die Entscheidung begründet. Lob gibt es für die Nachhaltigkeit der Sportprojekte und die Vielfalt der Angebote. Bemängelt wird die vergleichsweise geringe Anzahl von beim Göttinger Sportfestival in Bewegung gebrachten Bürgern und die Tatsache, dass es keinen städtischen Sportentwicklungsplan gibt.

Göttingen, heißt es in der Begründung der Jury, verfüge zunächst einmal über ein sehr breit gefächertes Sportangebot und eine überdurchschnittlich hohe Zahl an Übungsleitern, nämlich mehr als 1000. „In bester Weise“ erfülle die Leinestadt das Ziel des Wettbewerbs, langfristig angelegte Projekte zu unterstützen. Als Beispiel wird das Sporteln von Waspo 08 angeführt.

Auch in der zweiten Wettbewerbsphase habe Göttingen durch die Aktivierung von 253 qualitativ hochwertigen sportlichen Gruppen überzeugt. Das Festival habe sich neben der Angebotsvielfalt durch innovative Ideen und einen „herausragenden Schulsporttag“ ausgezeichnet. Die Stadt habe dabei die Zielgruppen sehr gut integriert. Das Thema Alltagsbewegung sei unter anderem durch Handel und Gewerbe, die Tageszeitung und den öffentlichen Nahverkehr gut umgesetzt worden. „Im Hinblick auf die Punktwertung kann ich den Kommentar auf jeden Fall nachvollziehen“, sagte Klaus Brüggemeyer vom Stadtsportbund, der sich als Organisator besonders über das Lob für den Schulsporttag freute. Inwieweit die Kritik am fehlenden Sportentwicklungsplan berechtigt ist, könne er nicht nachvollziehen. „Ich glaube nicht dass Göttingen planlos Sportentwicklung betreibt.“ Alles in allem handele es sich um ein faires Schreiben. „50.000 Punkte mehr, und wir hätten vielleicht um den Titel mitreden können.“

Eduard Warda, Göttinger Tageblatt, 04.12.2009